Goodbye Südamerika!

Mittwoch, 22.02.2012

Wie ja schon angekündigt machten wir uns nach der Uyuni Salzwüste also
auf nach Santiago, der Hauptstadt Chiles. Da wir nur einen Tag Zeit haben,
entschließen wir uns dazu uns einer Free-Tour anzuschließen und uns von einem
chilenischen Studenten die Stadt und ein bisschen was von Chile erklären zu
lassen. Wir stellen fest, dass Santiago eine tolle Großstadt ist, in der man es
gut ein paar Tage länger ausgehalten hätte. Eindeutig ist jedenfalls: wir sind
europäischen Verhältnissen um ein ganzes Stück näher gekommen und das nicht nur
wegen dem Schwarzbrot im Schweizer Hostel :)

Dann geht es weiter südlich, nach Villarica, eine Kleinstadt im
Seengebiet Chiles. Dort werden wir von Lorena, Maries chilenischen Freundin
abgeholt. Wir verbringen eine Woche mit ihr und ihrer ganzen Familie an einem
See (Lago Calafquen) auf einem Campingplatz. Zum ersten Mal auf dieser Reise
fühlen wir uns wirklich wie im Urlaub: Das Zelt steht für uns bereit, wir
bekommen jeden Tag reichlich warm und gesund zu essen (ausnahmsweise mal kein
Brot und Kekse :)), machen Ausflüge mit dem Boot auf den See, zu nahegelegenen
Wasserfällen, Dörfern, Märkten und besteigen einen Vulkan. Landschaftlich ist
dieser Teil Chiles wirklich beeindruckend und erinnert dank der vielen Wälder
und Felder Vera sogar ein bisschen an zu Hause :) Für unser Wohl war also
wirklich gesorgt - eine tolle Urlaubswoche!

Wir verabschieden uns also wieder in unser Reiseleben - als nächstes
steht Valparaíso und Vina del mar auf dem Plan, zwei Städte an der Küste, 2
Stunden entfernt von Santiago. Das hätte auch alles ganz einfach gehen können
wenn wir nicht die Tickets für den falschen Tag gehabt hätten (Lorena hat sie
ausversehen fürs falsche Datum gekauft;)). Aber nochmal Glük im Unglück,
zwischen all den ausgebuchten Bussen finden sich noch 2 Plätze über Umwege nach
Santiago, von wo aus wir nur noch den Bus nach Vina nehmen mussten. Valparaíso
beeindruckt mit seinen bunten Straßen, skurrilen Architektur und seinem ganz
eigenem Charme, Vina del mar ist das Ausflugsziel Nummer 1 der Chilenen,
entsprechend voll sind die Strände und die Stadt. Trotzdem verbringen wir dort
einen tollen Strandtag, bevor wir uns aufmachen ins letzte Land dieser Reise -
next stop: Mendoza, Argentinien.

In Mendoza liegt nichts näher als einen Ausflug zu den zahlreichen Wein
bodegas im Umkreis - und weil das noch nicht spaßig genug ist, mieten wir uns
dafür ein Tandem. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Koordination (mag
es am Tandem oder am ersten Glas Wein um 11 Uhr morgens liegen..) kriegen wir
irgendwann den Dreh raus. An diesem Tag kommen wir der Welt des Weines ein
ganzes Stück näher dank einer super Führung in einer der führenden Wein bodegas
Argentiniens und entdecken eindeutig den argentinischen Rotwein für uns.
Trotzdem sind wir ein wenig enttäuscht von der Natur, aber spätestens nach der
zweiten Weinprobe gerät das schnell in Vergessenheit. Ein super Ausflug!

Und schon führt unser Weg nach Buenos Aires, wo unsere Reise auch schon
fast endet. Buenos Aires - eine Stadt voller Leben und Charme. Trotz der
unglaublichen Hitze sind  wir sofort hin
und weg von dieser Stadt, in der es einem wirklich an nichts fehlt und es
reichlichst Möglichkeiten gibt die letzten Reisereserven beim shoppen
rauszuhauen :) Wir machen wieder eine Stadtführung mit und lernen, dass
Argentinier nur an sich selber denken und gerne meinen sie hätten von allem das
Beste. Wir merken schnell dass in Buenos Aires die Nacht zum Tag gemacht wird
und vor 8 Uhr morgens nicht schlapp gemacht wird, was für uns nach der langen
Reise eine wirkliche Herausforderung ist.

3 Tage haben wir noch einen Ausflug gemacht zu den Iguazu Wasserfällen,
ganz an der Grenze mit Brasilien und Paraguay. Mit diesen Bilder und
Geschichten spannen wir euch etwas auf die Folter, die gibts dann live von uns
wenn wir wieder zurück sind - eines schon mal vorab: Atemberaubend!

Gut dass wir uns genug Zeit genommen haben für unsere letzte Station
Buenos Aires: uns bleibt noch eine Woche Zeit um uns sämtliche
Sehenswürdigkeiten, Märkte, Shoppingmeilen, Tangoshows und Museen anzusehen und
natürlich: ein richtiges Steak zu essen! Wir werden diese Zeit noch in vollen
Zügen genießen, bevor es wieder zurück geht ins reale Leben. Wir können es
immernoch kaum glauben das wir jetzt schon seit fast 3 Monaten unterwegs sind,
die Zeit verging wie im Fluge. Wir verlassen diesen Kontinent mit einem
lachenden und einem weinenden Auge - wir sind traurig dass die tolle Zeit
vorbei ist, aber wir sind glücklich so viele tolle Dinge gesehen und erlebt
haben zu dürfen und freuen uns nach 7 Monaten euch alle wiederzusehen!

Wir hoffen, dass wir euch dank unserem Blog ein wenig mitnehmen konnten
auf unsere Reise, eine Reise die viele Bilder und Erinnerungen in unseren
Köpfen hinterlassen wird.

Danke Südamerika, wir sehen uns wieder!

Santiago Santiago Free Tour Santiago Lago Calafquen Bootstour mit Lorena Campingplatz Family Ausflug Huilo-Huilo Wasserfälle Wir besteigen den Vulkan Villarica! Geschafft! Fertig fürs Runterrutschen :) Valparaíso Casa de Pablo Neruda Weintour Mendoza wine tasting :)

San Pedro de Atacama - Salar de Uyuni

Mittwoch, 01.02.2012

In La Paz verbringen wir nur zwei Tage und die auch sehr entspannt, da wir dies dringend nötig hatten um unsere lästige Erkältung nach Machu Picchu loszuwerden. Fazit zu La Paz: wir haben endliche eine Großstadt in Südamerika gefunden die noch hässlicher ist als Bogota! Und das soll was heißen. Beeindruckend ist jedoch der Hexenmarkt, auf dem man die verrücktesten Sachen zu kleinsten Preisen ergattern kann, neben allerlei Kunsthandwerk, Glücksbringern jeder Art auch Lama-Föten! Und das war dann auch schon erstmal die Zeit in Bolivien - dem mit Abstand billigsten Land Südamerikas.

Dann machen wir uns auch schon auf nach Chile, genauergesagt nach Arica, einem Strandort im Norden Chiles. Nichts besonderes, aber ein schöner Strandtag  - leider mit einem fetten Sonnenbrand als Andenken.

Dann gehts weiter nach San Pedro de Atacama - einer Wüstenstadt in Chile von wo aus Touren in die nahegelegene Salzwüste Uyuni in Bolivien starten - und genau das ist auch unser Vorhaben:

Am Freitag gehts in aller Frühe los, die Grenzformalitäten werden schnell erledigt und wir werden mit unserer 18-Mann Truppe nach einem Kennenlern-Frühstück auf 3 Jeeps verteilt. Gleich von Anfang an ist klar dass diese Gruppe drei lustige Tage verspricht. Wir zwei haben die Ehre mit unseren 4 Japanern den Jeep zu teilen, was uns eine amüsante Fahrt verspricht. Kaum fahren wir los schlafen die Japaner ein, baumeln mit ihren Köpfen dank des holprigen Weges, aber machen keine Anstalten davon wach zu werden. Doch kaum kommentiert unser Guide eine Attraktion auf unserem Weg, schnelzen die Köpfe in die Höhe, es wird gestaunt und die Kameras gezückt. Danach fallen alle wieder in den Tiefschlaf :)

Die Fahrt durch die Wüste, vorbei an Lagunen in allen Farben, Flamingos, heißen Quellen, Steinformationen und das alles mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund - ein absolutes Highlight und die Bilder prägen sich ganz tief ins Gedächtnis ein.

Die erste Nacht verbringen wir in einer kleinen, sehr einfachen Unterkunft mitten in der Wüste. Dank toller Gespräche mit einem Haufen interessanter neuer Leute, wird aber selbst dieser Abend lustig und gesellig und der einmalige Sternenhimmel ist ein toller Abschluss des Tages. Die nächste Nacht verbringen wir in Uyuni, einer kleinen Stadt in Bolivien, von wo aus wir am letzten Tag die Salzwüste besichtigen. Der Sonnenaufgang, das Frühstück im Salzhotel, die Bildersession in der Salzwüste, die unglaubliche Kulisse dieses einzigartigen Ortes - man weiß nicht wie man es beschreiben kann, man muss es gesehen haben! Also lasst einfach die Bilder auf euch wirken!

 

Titicacasee - La Isla del sol

Montag, 23.01.2012

Auf dieser wunderschönen Insel bei Copacabana in Bolivien haben wir zwei Tage verbracht - es gab nicht viel zu tun, außer die wunderschöne Landschaft zu bewundern und die Sonne zu genießen ... deshalb hier einfach die Bilder von der Insel die laut Mythologie der Entstehungspunkt der Inkas und der Sonne war - das kann man glauben oder nicht, wunderschön ist es trotzdem!

Machu Picchu - Camino Inca

Sonntag, 22.01.2012

Auf gehtsAuf gehtsUnser Spitzenkochauf 4200 Metern HöheWir habens geschafft - 4200 m PassÜber den Wolken ...Machu Picchu desde la puerta del solMachu Picchu desde la puerta del sol

Am Samstag Abend kommt unser Guide Carlos zu unserem Hostal um uns alle Einzelheiten genau zu erklären. Am Sonntag morgen um 6 gehts dann los - vier Tage, drei Nächte, immer unser Ziel vor Augen: Machu Picchu!

Wir fahren erst mit dem Bus 2 Stunden bis wir zu unserem Startpunkt kommen, dort müssen wir uns registrieren und dann kann es losgehen. Der erste Tag ist der Trainings- und Kennenlerntag, der Weg ist ziemlich flach und unsere Körper können sich langsam ans Laufen gewöhnen. Dank Husten und Erkältung sind schon die kleinen Berge an diesem Tag eine Herausforderung für Vera. Am Ende des Tages kommen wir nach 8 Stunden Laufen an unserem ersten Campingplatz an. Unser dritter Mann im Bunde, Niek aus Holland, stellt sich schnell als super sympathisch, lustig und vorallem super fit heraus. Abends haben wir beim Abendessen im Essenszelt Zeit ein wenig zu plaudern mit Niek und Carlos, mit denen wir die nächsten 3 Tage verbringen werden. Unter unsere porteros (die topfitten Männer, die alles schleppen, Zelte, Essen, Stühle…) befindet sich ein Koch, der uns mit dem guten und abwechslungsreichen Essen jeden Tag überraschen wird ( wir werden mit Coca Tee geweckt, bekommen Frühstück serviert, Mittagessen, Nachmittagstee und ein Abendessen, alle Essen immer bestehend aus Suppe, Hauptgericht und Nachtisch) – Hut ab, wir waren sehr überrascht!

Weniger angetan waren wir von den Toiletten – ab dem ersten Tag wussten wir dass der Toilettengang die nächsten vier Tage zu einem „Auge-und-Nase zu Erlebnis“ wird. Weniger schön!

Der zweite Tag beginnt für uns mit Frühstück um 5.30 und um 6.00 ist Abmarsch – dies wird der härteste Tag des ganzen Tracks, wir werden zwei Pässe überqueren. Um zum ersten Pass (4200 m) zu gelangen, steigen wir 4 Stunden steil bergauf. Samt Höhe und der nicht einfach konstruierten Incatreppen eine wirkliche Herausforderung! Dafür sind wir umso glücklicher als wir endlich oben ankommen, erste Hürde geschafft! (Unser Holländer ist schon lange wieder beim AbsteigenJ) Der 2-stündige Abstieg bei Regen ist auch bei weitem kein Spaziergang – die glitschigen Steine und steilen Treppen erfordern höchste Konzentration. Umso glücklicher sind wir als wir dann endlich unser wohl verdientes Mittagessen verspeisen können, bevor wir uns aufmachen zur zweiten Etappe des Tages. Wir müssen noch einen zweiten Pass überqueren um zu unserem Campingplatz auf 3600 Meter Höhe zu gelangen. Gott sei Dank ist der Anstieg nur noch halb so lang – wir mobilisieren also noch mal all unsere Kräfte und fallen dann erstmal geschafft in unsere Zelte, wo wir unseren Coca Tee und Snack serviert bekommen.

Beim Abendessen zieht ein Sturm auf und es beginnt wie aus Eimern zu schütten – Pech nur dass Marie und ich unser Zelt nicht perfekt geschlossen haben. Als wir also totmüde nach dem Essen zu unseren Zelten gehen und uns auf Schlaf freuen, müssen wir feststellen dass die oberste Bedeckung des Zeltes weggeflogen ist und es in unser Zelt geregnet hat! Unser Guide erbarmt sich und gibt uns sein Zelt, samt seinem Schlafsack und verbringt selber die Nacht in einem nassen Zelt, nur bedeckt mit einer Plastikfolie!! Marie und ich quetschen uns zu zweit in einen Schlafsack und bedecken uns mit dem zweiten damit uns bei der Kälte warm wird – keine wirklich erholsame Nacht.

Der nächste Morgen beginnt mit einem unglaublichen Blick über die Berge und die Sonne lässt nicht lange auf sich warten. So machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf über wunderschöne, wenig anspruchsvolle Wanderwege hoch über den Bergen, mit wunderschönen Landschaften – Bilder die man nie vergisst. Wir kommen schon am frühen Nachmittag am Campingplatz an und haben den Rest des Tages frei um uns zu erholen. Wir sind an diesem Tag insgesamt 1000 Meter abgestiegen, dieser Höhenunterschied macht sich dann doch ein wenig bemerkbar. Und schon ist es fast geschafft, am nächsten Tag werden wir unser Ziel erreichen.

Dafür müssen wir auch schon um 3.45 aufstehen um rechtzeitig loszukommen. Nach einer Stunde kommen wir an der puerta del sol an – das Tor der Sonne: wir können unser Glück kaum fassen, strahlender Sonnenschein und ein atemberaumbender erster Blick auf Machu Picchu! Nach den letzten 45 Minuten gelangen wir dann zu den Ruinen. Die letzte Kurve und vor uns eröffnet sich ein wahres Wunder! Eine kleine Träne vergießen wir angesichts dieses Bildes, der Anstrengung der letzten Tage und der Freude über unser Glück. Nach einer 2-stündigen Führung durch die Ruinen, bleibt uns noch der ganze restliche Vormittag um uns einfach in der Sonne auszuruhen, den Anblick zu genießen, die Gedanken schweifen zu lassen und uns langsam aber sicher immer mehr auf die Dusche zurück in Cusco zu freuen. Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen in einem kleinen Dorf beim Machu Picchu machen wir uns auf den Rückweg nach Cusco – voller toller Eindrücke und Bilder die wir sicherlich nie vergessen werden! Alle Anstrengungen haben sich gelohnt! 

Arequipa y Cusco

Freitag, 20.01.2012

ArequipaArequipaArequipaArequipaCusco PlazaEs lebe Peru!Sonne tanken im HostalÜber den Dächern von Cusco!ArequipaMeine zweite Meggie!Meerschweinchen..yummy!Shopping con Arnoldo!!Inca MauerDer 12-eckige Stein - que impresionante :)

Arequipa ist unser Zwischenstopp auf dem Weg nach Cusco. Ein hübsches Städtchen, die man aber in 2 Tagen locker erkundet hat. Wir schlendern einfach durch die Straßen, machen es uns in dem ein oder anderen Cafe gemütlich, genießen die wärmende Sonne, erfahren etwas über das Inka-Mädchen Juanita, welches als kleines Mädchen in den Bergen bei Arequipa als Ritual geopfert wurde und lassen uns Arequipa-Spezialitäten schmecken  (queso helado und rocoto relleno - so etwas wie gefüllte Paprika, nur viiel schärfer).

Dann machen wir uns auch schon weiter auf den Weg nach Cusco, auf 3300 m Höhe. Wir sind beide sofort hin und weg von dieser Stadt - entspanntes Flair in einer super hübschen, von tollen Bergen umgebenen Stadt, in der es von Touristen in Alpaka Pullis und Cusco Mützen  nur so wimmelt! Wir genießen die 4 Tage in Cusco mit den 2 Mädels aus Deutschland die wir dort wiedertreffen, gehen viel shoppen in den tollen Kunsthandwerks Läden und probieren Meerschweinchen und Alpaka Fleisch, zwei Spezialitäten aus Cusco :)

Langsam aber sicher müssen wir uns nämlich auf das Highlight vorbereiten - den Incatrack!

Peru - Nordküste bis Lima

Dienstag, 10.01.2012

Máncora - Chiclayo - Trujillo/Huanchaco - Lima - Huacachina - Nazca - Arequipa

Für Silvester gehts ab nach Peru! Im Bus an der Grenze zu Peru schreit uns der Busfahrer an: MIGRACION! um uns verständlich zu machen dass wir hier raus müssen. Zögerlich steigen wir aus dem Bus weil wir uns so ziemlich mitten in der Pampa befinden. Der Papierkram läuft aber ohne Probleme und wir können direkt weiter nach Mancora. Das erste was auffällt, in Peru scheint alles trocken und wüstenartig zu sein, weit und breit kein Grün.

In Mancora angekommen lassen wir uns erstmal sagen dass es schwierig wird Hostals zu finden, da Hochsaison ist. Das stellt sich auch tatsächlich als ein Problem heraus und so müssen wir schließlich für umgerechnet ca 20 Dollar in einem ziemlichen Loch unterkommen. Ansonsten hat Mancora auch wirklich nicht viel zu bieten, außer viel Party, Drogen und guten Surferwellen. Der Strand gehört nicht zu den schönsten, und wenn man außerhalb der Hauptstraße läuft, ist alles wirklich ziemlich ärmlich. Aber für eine anständige Silvesterparty reicht es allemal.

Trotz aller Vorsicht nimmt sich Vera aber doch ein kleines Andenken aus Mancora mit: sie verdirbt sich den Magen und liegt am Ende mit Infusionen beim Arzt. Aber zwei Liter abscheuliche Elektrolytlösung später und nach einer strengen sopa con arroz Diät befindet sie sich schon steil auf dem Weg der Besserung.

Über Chiclayo (wo wir uns Pyramiden und archäologische Stätten ansehen) über Trujillo bzw Huanchaco (wo Chan Chan, die Hauptstadt des präkolumbischen Chimú Reiches besichtigt wurde) fahren wir nach Lima: eine Stadt die uns positiv überrascht, wir haben viele negative Sachen über die Hauptstadt Perus gehört, aber uns fasziniert die Großstadt am Meer, mit relativ modernen Vierteln und einem gigantischen Sonnenuntergang am Malecon.

Nach einem kurzen Aufenthalt von 2 Tagen in Lima fahren wir übers Wochenende nach Huacachina, einem kleinen Wüstendörfchen, was bekannt ist für seine tolle Wüstenlandschaft und spektakulären Sandboarding Touren. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen: Mit dem Buggie in halsbrecherischer Geschwindigkeit über die Sanddünen mit Zwischenstopps fürs Sandboarden. Erstmal kullern wir auf den Brettern nur auf dem Bauch liegend die Berge herunter, dann dürfen wir uns auch mal im Stehen den Berg runter wagen – ein Heidenspaß. Am Ende gibt’s aber doch ein wenig Kopfschmerzen vom vielen Rumwirbeln und der halben Achterbahnfahrt in dem Buggy. Trotzdem ein super Erlebnis!

Sonntag morgens fahren wir ganz früh nach Nasca um einen Flug über die Nasca Linien mitzumachen. Das sind riesige Bilder im Boden auf einer Wüstenebene bei Nasca. Es gibt Unmengen von Theorien über die Entstehung und Bedeutung dieser Linien, aber bis heute weiß man nichts eindeutiges darüber. Maria Reiche, eine deutsche Forscherin, hat ihr Leben lang diese Linien untersucht und ihr ist es zu verdanken dass Nasca und diese Linien heute so ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt sind. Der Flug über die Linien war aufregend und beeindruckend: in einem Mini-Flieger, wo wir zu 4 Platz hatten, ging es eine halbe Stunde durch die Luft. Eine ziemlich ruckelige Angelegenheit und nach 30 Minuten sind wir froh wieder Boden unter den Füßen zu haben. Ein bisschen übel wurde uns schon, aber es hat sich gelohnt!

Über Nacht fahren wir, jetzt wieder nur noch zu zweit, weiter nach Arequipa, unser letzter Stopp auf dem Weg nach Cusco. Wegen der Höhe auf 2300 m ist es hier mal wieder etwas kühler, eine ganz schöne Umstellung nach 3 Wochen durchgehender Hitze. Weiterer Bericht folgt …

Loki Hostal MáncoraStrandchillenLoki PartyNuevo ano con las chicastodo el parche de MáncoraMáncora nuevo anoFeliz ano nuevoo!Guayabo :((Chillen!vera perdió las llaves del locker :)goodbye mancoraMancora beachMancora beachChiclayoChiclayoAttraktion in Chiclayo :)ChiclayoHuanchacoHuanchaco beachChan ChanChan ChanLimaLimaparque del amor LimaLimaLimaKabelsalat in LimaLimaatardecer en LimaBuggie Tour :)Líneas de Nascael astronauto :)Unsere PilotenGracias, sobrevivimos :)

Ecuador

Donnerstag, 29.12.2011

Hola Ecuador!Mitad del mundoWo ist das Gleichgewicht geblieben??:)QuitoquitoPartyhostal en QuitoQuitoCruzando la frontera - adios Colombia!La verga :)QuitoFiestaaOtavaloOtavaloOtavaloCanoaNuestra terraza en CanoaVista de nuestra terrazaAtardecer en CanoaErste Trockenübungen :)Ready to goDas war die perfekte Welle ...Montanita beachNuestro hostalRELAXChicas en la playaSurfing!Prost - auf Weihnachten!Cocktails!!:):)Lena y BirteWichteln!!Feliz Navidad! Frohe Weihnachten an euch alle!Auf nach Guayaquil!GuayaquilMitten in Guayaquil...Las Penas en GuayaquilGuayaquilLas PenasGuayaquil

Alles begann also in Quito, wo wir noch mit unserer 8-köpfigen Gruppe unterwegs waren. Wir waren wirklich positiv überrascht von Quito, eine wahnsinnig schöne Altstadt und auch ansonsten eine super angenehme, nicht zu große Stadt, in der auch das Feiern mal wieder nichts zu kurz kommt. Das war auch eigentlich unsere Hauptbeschäftigung während unseres 6-tägigen Aufenthalts in der Hauptstadt. Am Sonntag machten wir noch einen Ausflug nach Otavalo, einem kleinen typisch ecuadorianischen Dorf, wo wir den ganzen Tag über den Markt schlenderten, auf dem es neben Kunsthandwerk auch Obst, Gemüse und alle möglichen Fleischsorten gab.

Am Sonntag Nacht spaltet sich dann die Gruppe vorübergehend, zu dritt machen wir uns auf den Weg nach Canoa, einem kleinen ruhigen Surferdorf an der Küste Ecuadors. Dort lassen wir einfach 3 Tage die Seele baumeln, gehen am Strand joggen und versuchen uns am Surfen. Danach gehts weiter zum nächsten Strand-Surfer und Partyresort, Montanita, wo wir uns mit dem Rest der Mädels treffen und alle zusammen dort Weihnachten verbringen - ein Weihnachten der ganz anderen Art, bei 30grad, Cocktails, Wahnsinnswellen und viel Party! Aber dank einer tollen Mädlstruppe sind wir nicht allein und haben einen Heidenspaß zwischen all den Hippies und Kiffern aus Montanita.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag fahren wir nach Guayaquil, die größte Stadt Ecuadors, aber auch mit Abstand hässlicher als Quito. Dort verbringen wir nur eine Nacht auf der Weiterreise nach Cuenca, der drittgrößten Stadt Ecuadors, die dank ihr ihrer Lage in den Anden truamhafte Landschaften und ein angenehmes Klima zu bieten hat. Dort verbringen wir zwei ruhige Tage und schauen uns die Gegend an, bevor wir uns morgen auf den Weg zur peruanischen Grenze machen und Silvester in Máncora, an der peruanischen Küste verbringen werden.

Es fehlen noch ein paar Bilder, aber Maries Kabel um die Fotos auf den Computer zu laden ist im Rucksack ganz unten :) Weitere Bilder folgen also bald ...

Wir wünschen euch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Von Salento über Armenia, Cali, Popayan, Pasto nach Quito

Samstag, 17.12.2011

Salento Valle de Cocora Valle de Cocora Valle de Cocora Valle de Cocora Kaffeefarm Valle de Cocora Popayan Popayan Popayan Frohe Weihnachten!

Unser nächster Stopp auf der Reise durch die Kaffezone führt uns zu einem kleinen Dörfchen, Salento, welches aufgrund seiner beeindruckenden Landschaften und seinem unschlagbaren Kaffee immer mehr Touristen anzieht. Ein Ausflug zu einer Kaffefarm inklusive Führung verlief leider nicht ganz nach unseren Vorstellungen, da wir an der Farm keine Menschenseele antrafen und der Wettergott es mal wieder nicht gut mit uns meinte und es anfing in Strömen zu regnen. Deshalb mussten wir uns die Kaffeproduktion anhand der Bilder und Materialien selber erklären und durften noch einen wunderschönen Ausblick auf die Landschaft von der Terrasse genießen

Der Ausflug am nächsten Tag nach Valle de Cocora, einer Wanderung durch ein Tal mit Wachspalmen, den höchsten Bäumen Kolumbiens, wurde am Ende zu einer nervenaufreibenden Tortur. Der Tag begann früh um die Morgensonne auszunutzen. Vollgestopfte Jeeps nehmen uns mit bis zum Eingang des Parks und lassen uns von dort aus, mit Gummistiefeln ausgerüstet, auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Alles begann noch ganz idyllisch, bis auf den Verlust eines Sockens von Vera weil sie beim Schlammwaten ihren Gummistiefel verlor. Wir laufen erst durch das Tal, anschließend durch eine dschungelartige Waldstrecke, über nicht sehr vertrauenswürdige Flüsse und unbequeme Wanderwege. Bis wir an eine Kreuzung kommen: „La Montana“ oder „Aguas de Estrellas“ – die Entscheidung fällt ganz klar auf Aguas de Estrellas, da wir keine Lust hatten noch mehr Berge zu steigen. Wenn wir aber gewusst hätten dass die so harmlos klingende Strecke „Aguas de Estrellas“ noch viel mehr Montana bedeutet und uns zu einem 3-tägigen Wanderweg bis zum Gipfel des Berges und tief in den Nationalpark Los Nevados führt, hätten wir unsere Entscheidung nochmal gründlich überdacht..Nachdem unsere Beine unter dem endlos erscheinenden Anstieg zu versagen drohen, rufen wir eine Freundin an um nachzuschauen ob wir immernoch auf dem richtigen Weg sind – Fehlanzeige – alles umnsonst, Berg wieder runter und anderen Berg hoch. Bei unserem Glück fängt es dann nach 4 Stunden wandern auch noch an zu regnen, was ohne Regencape und Schirm ziemlich unangenehm ist. Nach einer heißen Dusche und einer Trucha con superpatacon vergessen wir die Anstrengungen und behalten den Ausflug als ein Erlebnis in Erinnerung.

Am nächsten Tag treffen wir uns in Salento mit einer Gruppe von Freunden aus Bogota zum Mittagessen und starten mit ihnen die Reise nach Quito. Nachdem wir eine Nacht in der Finca einer Freundin in Armenia verbracht haben, geht es auf nach Cali, der Stadt des Salsas und endlich gibt es mal viel Sonne! Wir lassen uns von Freunden durch Cali führen und dürfen an einer Plaza eine superwitzige Show von „Inty“, einem kolumbianischen payaso, erleben. Nach einem kleinen Spaziergang durch Cali und das ein oder andere Bier, fahren wir zu einer kleinen typischen Salsabar, in der uns der Besitzer herzlichst empfängt und wir mit echten calenos Salsa tanzen dürfen. Aufgewärmt ziehen wir weiter in eine andere Bar und machen Cali alle Ehre indem wir die ganze Nacht durchtanzen.

Die Nacht verbringen wir bei einem Freund zuhause, wo wir am nächsten Morgen von den Eltern noch mit Frühstück gestärkt werden, bevor es weiter geht nach Popayan, einem ruhigen Kolonialstädtchen, welche zurecht „la ciudad blanca“ genannt wird, da wirklich alle Gebäude weiß sind. Eine Stadt in der man ruhig ein paar Tage verbringen kann, aber unser Zeitplan gibt nur eine Nacht her und wir müssen weiter nach Pasto, als Zwischenstopp bei der Grenzüberquerung nach Ecuador. Dort kommen wir erst nachts an, lassen uns aber eine Spezialität nicht entgehen – hervido – ein  heißes alkoholisches Getränk aus Aguardiente, Zucker und Maracuya bzw Himbeere, fast wie Glühwein und es kommt ein wenig Weihnachtsstimmung auf :)

Am nächsten Morgen heißt es früh morgens raus den Federn und auf nach Ecuador! Der Grenzübergang verläuft ohne Probleme, Ecuador empfängt uns mit offenen Armen – am Terminal wo wir in einen Bus nach Quito steigen, belagern uns Ecuadorianer und ziehen uns wortwörtlich in ihre Busse (kaum zu glauben dass es noch aufdringlicher geht als in Kolumbien). Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und suchen uns den bequemsten Bus raus um endlich nach weiteren 5 Stunden Fahrt sicher und glücklich in Quito anzukommen, wo wir einige Tage verbringen werden. Weiterer Bericht folgt!

Manizales - erster Stopp auf demWeg durch die Kaffezone!

Mittwoch, 07.12.2011

Am Montag führt unser Weg nach Manizales, einer Universitätsstadt 5 Stunden nördlich von Medellín. Unser Reiseführer hat uns schon auf das weniger hübsche Erscheinungsbild dieser Stadt vorbereitet und so waren wir bei unserer Ankunft nicht sonderlich überrascht. Die Fahrt war trotz vieler Kurven und einigen Umwegen vorallem wegen der tollen Landschaft kein größeres Übel. Dazu muss man sagen dass im Moment einige Strecken in der Gegend (viele Berge und teilweise Serpentinen) immer wieder gesperrt sind, weil der viele Regen teilweise ganze Straßen mit sich reißt oder Schlamm und umgefallene Bäume jegliches Weiterkommen unmöglich machen.

Für unseren Ausflug zum Vulkan Nevado del Ruiz hatten wir aber Glück (bis auf eine Stunde warten auf Weiterfahrt da der Regen aus der Straße einen Fluss gemacht hatte!) Der 1-Tages Ausflug in den Naturpark führte uns mit einem Bus durch wunderschöne Landschaften und da wir am Ende auf 4800 Höhenmeter hinauffuhren, durften wir sogar unseren ersten Schnee (sogar SchneemannJ) in diesem Winter genießen! Die wechselnde Flora und Fauna auf den verschiedenen Höhenlagen bescherten uns wunderschöne Bilder und einen beeindruckenden Ausflug!

Fuer diejenigendie es naeher interessiert:

 http://de.wikipedia.org/wiki/Nevado_del_Ruiz

Adiós Bogota! Die große Reise beginnt! First stop: Medellín - die einst mörderischste Stadt der Welt

Donnerstag, 01.12.2011

Nach vier Monaten heißt es nun Abschied nehmen von unserem Austauscherlebnis in Bogota. Wir sind um einige Erfahrungen und tolle Begegnungen reicher geworden und werden diese Zeit niemals vergessen! Auch wenn es nicht immer einfach war in einer so anstrengenden Stadt wie Bogota, haben wir jeden Augenblick genossen und werden uns immer wieder gerne daran erinnern. Nachdem am Donnertag erst unsere beiden Franzosen die Wohnung verlassen haben, war es schon ein komisches Gefühl in einer so leeren Wohnung zurückzubleiben. Mit unseren gepackten Rucksäcken die Tür unseres Casa Tapiada hinter uns zuzuziehen und zu wissen nicht mehr zurückzukehren war ein noch seltsameres Gefühl. Aber 3 tolle und ereignisreiche Monate liegen vor uns und so vermischt sich der Abschied mit Vorfreude.

Bogota - wir werden die Loecher in den Strassen vermissen!Simon Bolivar voller Farbe der protestierenden StudentenDespedida de Bogotalas chicas :)

12 Stunden und wenig Schlaf später kommen wir früh morgens in Medellín an und lassen uns zu unserem Hostal fahren. Dort machen wir uns erstmal frisch und fahren dann mit der Metro (ja in Medellín gibt es eine Metro und dieser Fortschritt in Transportmittel macht sich auch deutlich im Verkehr bemerkbar!) auf in die Innenstadt. Uns fällt sofort auf, dass in der Geburtsstadt des einst brutalsten Drogenbosses Pablo Escobar das Leben und die Fortbewegung ein wenig entspannter verläuft. Mag es an dem angenehmeren Klima als in Bogota liegen oder an dem weniger großen Verkehrschaos.

Nach einem entspannten Kinoabend und einer Nacht voller Schlaf, besuchen wir am nächsten Tag den Botanischen Garten, fahren mit der Metrocable über ein etwas ärmeres Stadtteil und genießen den tollen Blick vom "pueblito paisa", ein nachgebautes typisches paisa Dorf (paisas nennt man die Bewohner von Medellin)

Am Abend machen wir uns noch einen Eindruck vom Nachtleben Medellíns. Nachdem wir mit zwei Schweizern aus unserem Hostal essen waren, ließen wir uns von ihnen überreden in einen weniger typisch kolumbianischen Nachtclub zu gehen. Reggae            ton und Salsa Fehlanzeige, hier steht Rammstein auf dem Programm.. vielleicht was für die Schweizer, aber wir bevorzugen dann doch eher unsere gute alte kolumbianische Art zu feiern.

Den Sonntag ließen wir nach der Partynacht also ruhig angehen und machten einen netten Museen Sonntag und verabschieden uns abends bei einem schönen Essen von Medellín – einer Stadt die unserem Geschmack positiv überrascht!

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